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25.05.2022

ASP-Zaun dient dem Schutz regionaler Lebensmittel-Produktion

Die konsequente Bekämpfung der Afrikanische Schweinepest (ASP) ist aus Sicht der Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern von herausragender Bedeutung.

„Wir brauchen Maßnahmen wie den Schutzzaun an der polnischen Grenze, um Haustierbestände im Land wirkungsvoll zu schützen“, sagte Dr. Manfred Leberecht, Vizepräsident des Bauernverbandes MV vor dem Hintergrund der Kritik mehrerer Naturschutzverbände am Schutzzaun.

Landwirtschaftsministerium und Amtsveterinäre vor Ort haben sich in den vergangenen Monaten beispielhaft für die Seuchenbekämpfung eingesetzt.
Der Schutzzaun habe wesentlich dazu beigetragen, dass bislang keine ASP-Einträge aus Polen in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet wurden.

„Wir müssen bei der Seuchenbekämpfung eine gewisse Priorisierung vornehmen“, erläuterte Dr. Manfred Leberecht.

Es sei sehr bedauerlich, dass für einen wirksamen Schutzzaun Naturräume zerschnitten werden und andere Wildtiere beeinträchtigt werden. Sinnvollen und umsetzbaren Anpassungen der Zäune zur Reduzierung von Wildtierleid stehen wir offen gegenüber.

„Einschränkungen geschehen aber nicht zum Selbstzweck. Wir brauchen zwingend eine wildschweinfreie Zone an der polnischen Grenze. Sie dient konkret dem Schutz der Schweine und damit auch der Sicherung regionaler Lebensmittel-Produktion.“

Die Folgen eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Hausschweinbeständen seien enorm. Sie reichen von umfassenden Vermarktungseinschränkungen im Restriktionsgebiet über das Keulen eines betroffenen Bestandes bis hin zu Betriebsaufgaben.

„Die Afrikanische Schweinepest ist eine Riesen-Gefahr für die Schweinehaltung in Mecklenburg-Vorpommern“, so der Vizepräsident. „Wir sind bereits das viehärmste Bundesland. Mit Blick auf die gegenwärtigen Herausforderungen ist die Kreislaufwirtschaft jedoch von enormer Bedeutung – und da gehört das Tier dazu.“

Die Maßnahmen zur ASP-Bekämpfung in Mecklenburg-Vorpommern schützen außerdem nicht nur hiesige Bestände.

„Sie sind auch eine existenzielle Vorsorge für schweinehaltende Betriebe westlich des Landes.“

Letztendlich sei Seuchenbekämpfung eine gesellschaftliche Aufgabe, für die auch Bundes und EU-Mittel eingesetzt werden müssen. „Die Landwirte vor Ort liefern ihren Beitrag zur Seuchenbekämpfung, indem sie die Biosicherheit strengstens beachten und umsetzen“, sagte Dr. Manfred Leberecht.