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22.05.2019

Kabinettsbeschluss zum Wolf: Strenger Schutz muss endlich fallen

Das Bundesnaturschutzgesetz wurde geändert - nur leider nicht weit genug.
pixabay.com

Das Bundeskabinett billigte in Berlin einen Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze, der den Abschuss von Wölfen erleichtern soll.

Unser Statement dazu von Vize-Präsident Manfred Leberecht:

"Wir begrüßen, dass für die Entnahme von Wölfen endlich mehr Rechtsicherheit geschaffen werden soll und erkennen an, dass diese Forderungen die Handschrift Mecklenburg-Vorpommerns trägt. Unter den aktuellen politischen Umständen hat das sicher viele Anstrengung gekostet.


Die bisherige Pflicht, ein einzelnes, vorher festgelegtes Wolfs-Individuum erlegen zu müssen, war dazu geeignet, den potentiellen Erleger in große juristische Probleme zu bringen, wenn sich nachträglich herausstellt, dass er das falsche Tier erlegte – dabei erbringt er durch die Entnahme von Problemtieren einen Dienst für die Gesellschaft.


Ob hingegen die Änderung im Bundesnaturschutzgesetz von „erheblichen“ zu „ernsten“ Schäden tatsächlich zu einem neuen Umgang in der Entnahme-Praxis führt, beobachten wir mit Spannung. Es wäre zu wünschen.


Dennoch: Die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes geht zwar in die richtige Richtung, aber 14 Verbände in MV haben in einem gemeinsamen Wolfspositionspapier klar gemacht, wo die Reise schleunigst hingehen sollte:


Der Wolf muss als nicht bedrohte Art mit über 1200 Tieren in Deutschland nicht mehr streng geschützt werden. Wir fordern, dass die Bundesregierung endlich Anstrengungen unternimmt, um den Wolf aus Anhang IV der FFH-Richtlinie zu nehmen, die den strengen Schutz vorschreibt, doch dafür bräuchte es von Malta bis Schweden ein einstimmiges Votum in Brüssel.


Im Bundesnaturschutzgesetz müssen endlich die Maßnahmen zu einer Bejagung des Wolfes umgesetzt werden, die heute schon durch die FFH-Richtlinie möglich sind
und in allen anderen Ländern der EU bereits angewandt werden."