„Der Wolf muss wie andere Wildtiere praxistauglich reguliert werden“
Weidetierhaltung im Land konsequent schützen – Gesetzentwurf nachschärfen
Für den Schutz der Weidetiere braucht es mehr als die Entnahme von Problemwölfen. Vor dem Hintergrund des Gesetzesentwurfes zur Änderung des Bundesjagdgesetzes fordert der Bauernverband MV ein funktionierendes und in der Praxis umsetzbares Wolfsmanagement.
„Der Wolf muss wie andere Wildtiere praxistauglich im Bestand reguliert werden“, so Dr. Manfred Leberecht, Vizepräsident des Bauernverbandes MV.
Der Wolf vermehrt sich in MV seit Jahren stetig. Rund die Hälfte der Landesfläche sind bereits besetzt, im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Rudel von 19 auf 28 angestiegen. Der Gesetzesentwurf müsse unbedingt nachgeschärft werden. Eine jährliche Entnahme-Quote für den Wolfsnachwuchs sei ein sinnvolles Instrument, um den Wolfsbestand zu regulieren.
Auch das im Entwurf vorgesehen Verfahren zur Entnahme sogenannter Problemwölfe verlange Nachbesserungen, so der Bauernverband MV. Nach jetzigem Stand drohe ein stark bürokratisiertes Verfahren. „Eine praktische Anwendung im Falle eines Risses wäre damit erheblich erschwert, die Entnahme am Ende faktisch fast unmöglich“, warnt Dr. Manfred Leberecht.
„Wir brauchen eine Ausgestaltung, die in der Praxis wirklich funktioniert.“
Vor allem dürfe es keine Aufweichung der Regelungen auf Landesebene geben. Um Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde und andere Tiere auf der Weide wirksam vor dem Wolf zu schützen, müsse Mecklenburg-Vorpommern jetzt rigoros für ein umsetzbares Wolfsmanagement sorgen. Mit der Absenkung des Schutzstatus des Wolfes auf europäischer Ebene und der Feststellung des günstigen Erhaltungszustandes ist der Weg frei, den Wolf endlich wie andere bejagbare Wildarten zu managen.
„Für unsere Weidetierhalter im Land müssen wir diese Chance tatkräftig nutzen“, so Dr. Manfred Leberecht.




