BiodiOH nimmt Gestalt an: Blühfläche für mehr Artenvielfalt in Eldena wächst

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Am Studentensteig in Greifswald-Eldena entsteht derzeit mit BiodiOH ein besonderes Projekt für Biodiversität, Umweltbildung und Naherholung. Auf einer rund drei Hektar großen Fläche wird aus einem ehemaligen Luzerne-Acker ein artenreicher Lebensraum für Wildbienen, Honigbienen und zahlreiche weitere Insekten geschaffen.

Von Beginn an wird das Projekt durch den Bauernverband Ostvorpommern und die Greifswalder Agrarinitiative unterstützt. Gemeinsam mit der Universität Greifswald, dem Friedrich-Loeffler-Institut sowie regionalen Landwirtschaftsbetrieben engagieren sich die Projektpartner für mehr Artenvielfalt, Umweltbildung und die Stärkung der Verbindung zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Gesellschaft.

Bereits im Frühjahr wurden die ersten wichtigen Vorbereitungen getroffen. Die Fläche wurde durch einen regionalen Landwirtschaftsbetrieb vorbereitet, der die zukünftige Blühfläche auch langfristig pflegen wird. Zudem wurde Sand für einen Insektennisthügel angeliefert, der künftig zusätzlichen Lebensraum für bodennistende Wildbienen bieten soll.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Naturkindergartens Feuersteinchen. Gemeinsam mit Wildbienenspezialist Christoph Kornmilch und Dr. Jana Brendecke begaben sich die Kinder auf eine spannende Wildsafari. Dabei konnten sie die Natur entdecken, beobachten und mehr über die Bedeutung von Wildbienen und anderen Insekten für unsere Umwelt erfahren.

Inzwischen konnte auch die Aussaat erfolgreich durchgeführt werden. Zum Einsatz kam eine speziell für Wildbienen abgestimmte Blühmischung mit über 40 vorwiegend heimischen Pflanzenarten. Dazu gehören unter anderem Hornklee, verschiedene Flockenblumen, Ochsenzunge, Natternkopf, Glockenblumen, Färberresede, Wilde Möhre, Acker-Witwenblume und Wegwarte. Nun warten die Projektbeteiligten gespannt auf die ersten Keimlinge und Blüten.

Die Pflege der Fläche übernimmt die Dersekower Agrar GmbH & Co. KG, die das Projekt von Beginn an unterstützt und die Entwicklung der Fläche langfristig begleiten wird.

Auch die ersten Nisthilfen wurden bereits durch Wildbienenspezialist Christoph Kornmilch angebracht. Das Besondere: Die Nisthilfen lassen sich öffnen. Dadurch können im Rahmen des Projektes Proben für wissenschaftliche Untersuchungen entnommen werden. Die Entwicklung der Fläche wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Greifswald sowie des Friedrich-Loeffler-Instituts begleitet.

Bereits jetzt stößt das Projekt auf großes Interesse. Geplant sind gemeinsame Projekttage mit Schulklassen, Studierenden und weiteren Interessierten. Die Blühfläche soll sich in den kommenden Jahren zu einem Ort entwickeln, an dem Naturschutz, Forschung und Umweltbildung unmittelbar erlebbar werden.

Unterstützt wird BiodiOH durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen der Initiative One-Health-Region Vorpommern. Um die Fläche langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln, hat der Bauernverband Ostvorpommern ein Projektkonto eingerichtet. Unternehmen, Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere Unterstützer sind eingeladen, sich mit finanziellen Beiträgen, Sachspenden oder praktischem Engagement einzubringen.

BiodiOH zeigt beispielhaft, wie Landwirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz gemeinsam Lösungen für die Zukunft entwickeln können. Wir freuen uns darauf, die weitere Entwicklung der Blühfläche zu begleiten und schon bald die ersten Blüten sowie ihre zahlreichen geflügelten Bewohner begrüßen zu dürfen.

Fotos: Thomas Beil, Christoph Kornmilch und Dr. Jana Brendecke

Mehr Infos über das Projekt unter https://onehealth-region.de/project/projekt-biodi-oh/

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