Die Landwirte in MV ernähren auch Dich.
Ein Landwirt ernährt heute 145 Personen
04.02.2021

Protest vor dem Bundeskanzleramt

Foto: Ralf Benecke

Vizepräsident Dr. Manfred Leberecht und weitere Vertreter aller Landesbauernverbände Deutschlands haben heute vor dem Bundeskanzleramt in Berlin gegen das geplante Insektenschutzgesetz demonstriert. Coronabedingt durfte nur eine kleine Gruppe stellvertretend für den Berufsstand ihren Protest kundtun. Unmittelbarer Anlass waren Gespräche zwischen Kanzlerin Angela Merkel, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze über die genauen Regelungen im Insektenschutzgesetz. 

Die Landwirte kritisieren, dass das Aktionsprogramm dem Insektenschutz nicht nützt, die Landwirtschaft aber extrem belastet und die weitreichenden bisherigen Leistungen der Landwirte für den Naturschutz konterkariert. „Kooperation statt Verbot“ sollte der Leitsatz sein. Damit wäre auch den Insekten deutlich wirkungsvoller geholfen, so Bauernpräsident Detlef Kurreck.

„Insektenschutz und Biodiversität sind auch den Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern wichtig“, betont der Präsident des Bauernverbandes MV. Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaften bereits heute fast jeden zweiten Hektar im Land nach den Vorgaben des Greenings oder eines Agrarumweltprogramms. Auf mehr als 7.200 Hektar wurden beispielsweise im vergangenen Jahr Blühflächen angelegt. Damit leisten die Landwirte des Landes einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz, der aktuell durch die Zahlung von EU-Mitteln honoriert wird. 
Mit dem geplanten Insektenschutzgesetz wird diesem Engagement der Landwirte jedoch die rote Karte gezeigt. Anstelle von Kooperationen sollen im Insektenschutz jetzt weitere Verbote kommen, den Landwirten werden ohne jeglichen Ausgleich massive zusätzliche kostenträchtige Auflagen zugemutet.
Die Mitglieder des Bauernverbandes MV fordern die Politik auf, die überzogenen Vorschläge von Bundesumweltministerin Schulze noch vor der Befassung im Bundeskabinett nächste Woche zu stoppen. Nur so kann der kooperative Naturschutz gewahrt bleiben.