Pflanzen schützen: Weil auch Weizen & Co umsorgt werden wollen

Die Maschinen unserer Landwirtinnen und Landwirte stehen kaum noch still, denn im Frühling gibt es viel zu tun. Die To-Do-Liste umfasst die Düngung, Aussaat von Sommerkulturen, wie Zuckerrüben, Lupinen oder Mais, sowie das Steine sammeln bis hin zu diversen Pflanzenschutzmaßnahmen. Denn mit dem milden Wetter starten nicht nur unsere Kulturpflanzen mit der (Weiter-)Entwicklung, auch Unkräuter, Pflanzenkrankheiten und Schädlinge verbreiten sich bei milden Bedingungen zunehmend.

Landwirte nutzen Schutzmaßnahmen, um die Kulturpflanzen wie Weizen oder Rüben vor der Konkurrenz durch Bei-/Unkräuter zu bewahren. Je nach Kultur und Bewirtschaftungsform können dabei mechanische und/oder chemische Maßnahmen greifen. Deshalb sind nun auch wieder vermehrt Pflanzenschutz- bzw. Feldspritzen im Einsatz. Damit bringen die Landwirte dann Mittel aus, die ausgewählte Pflanzenarten bekämpfen können. Bevor es jedoch zum Pflanzenschutzmitteleinsatz kommt, prüfen die Ackerbäuerinnen und Ackerbauern genau, welche Unkräuter auf dem Feld vorzufinden sind – und vor allem in welcher Intensität. Für den Einsatz der jeweiligen Mittel gibt es Richtwerte. Je nachdem wie häufig ein Unkraut, wie Kamille vorzufinden ist, wird dann entschieden, ob eine Pflanzenschutzmaßnahme nötig ist.

Gleiches gilt für das Auftreten von Schadinsekten, die die Pflanzen beim Wachstum hindern oder sogar Pflanzen in der Jugendphase zerstören können. Auch hierbei berücksichtigen die Landwirte Richtwerte, um über den Einsatz eines sogenannten Insektizids zu entscheiden.

Darüber hinaus wird der Pflanzenschutzmitteleinsatz an Witterungsbedingungen, wie Wind und Temperatur angepasst. Es werden abhängig vom Mittel unterschiedliche Abstandsregelungen eingehalten oder der Bienenflug berücksichtigt und technische Bedingungen an der Spritze angepasst – z.B. unterschiedliche Düsenarten montiert.

Medizin für Pflanzen

Um die Pflanzen vor Krankheiten, z.B. Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Braunrost zu schützen, werden die Wettervorhersagen und Frühwarnsysteme der Behörden genau beobachtet, um die Pflanzen bei eindeutigen Anzeichen auch vorbeugend schützen zu können. Vergleichbar ist dies mit einer Impfung. 

 

Weiteres zum Pflanzenschutz >> siehe: Von der Idee bis zur Nutzung - der komplexe Weg des Pflanzenschutzes

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