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09.05.2019

Bauernverbände überreichen gemeinsames Positionspapier

Pixabay

Schaf- und Weidetierhalter, die Landesbauernverbände aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement artikulieren mit einer Protestaktion ihre Enttäuschung darüber, dass bisher kein aktives Wolfsmanagement auf den Weg gebracht wurde. Diese Forderung enthält ein Positionspapier, dass heute in Hamburg anlässlich der Umweltministerkonferenz (UMK) überreicht wurde. Die Verbände fordern endlich ein echtes Wolfsmanagement inklusive Bestandsregulierung  auf Bundesebene.

Die Weidetierhalter sind von der Politik und insbesondere vom Umweltministerium tief enttäuscht, Entscheidungen werden immer wieder aufgeschoben, Zusagen nicht eingehalten. Das wiederholte Verlängern der Abschussgenehmigung des auffälligen Rodewalder Rüden, die bislang nicht erfolgte Besenderung der Wölfe und bürokratische Hürden beim finanziellen Schadensausgleich sind nur einige der Punkte, an denen sich die Weidetierhalter reiben. Die Landesbauernverbände und das Aktionsbündnis fordern endlich die konsequente Umsetzung eines aktiven Wolfsmanagements, das auch die Entnahme auffälliger Tiere beinhaltet.

"Der Wolf ist eines der am weitesten verbreiteten Raubtiere der Erde. Dass er heute noch unter strengem Schutz steht, ignoriert die Sorgen und Nöte der Landbevölkerung und Tierhalter und ist ein großes Versagen der Politik, das dazu geeignet ist, Populismus und Politikverdrossenheit zu schüren," 

sagte Manfred Leberecht, Vizepräsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern. 

 

Zum aktiven Wolfsmanagement zählt neben dem Abschuss zur Regulierung der weiter anwachsenden Wolfspopulation ein intensives Wolfsmonitoring inklusive Besenderung. Anhand wissenschaftlicher Kriterien sollen Wolfshabitate festgelegt werden: Wann ist eine Koexistenz mit der ländlichen Bevölkerung möglich, wo sind wolfsfreie Gebiete für eine Offenlandschaft notwendig? Weniger Bürokratie zum Erhalt der Ausgleichszahlungen für Nutztierverluste sowie die Verbesserung der Förderbedingungen für Schutzzäune für Weidetiere sind weitere Forderungen. Das Positionspapier ist unter www.bauernverband-mv.de abrufbar.